Donnerstag, 6. Mai 2021
Keine Regeln
Der Verlust einer nahestehenden Person macht, dass du jeder wichtigen Person im eigenen Leben sagen möchtest, dass du sie laut und öffentlich liebst.

Du fühlst dich unglaublich verletzlich und zeitgleich am meisten mutig. Du bist ehrlicher denn je, weil du nie so unfähig warst dich zu verstecken oder zu verstellen.
Da ist keine Angst mehr davor deine Liebe aktiv zu teilen. Da ist nur Gefühl. So viele Gefühle. Aaaaalle Gefühle.

Also nein, da sind keine Regeln wie man mit alle dem umgeht.

6.5.2021 (Übersetzung)

Foto: Free Photos | pixabay.com
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The loss of someone close to you, makes you want to tell every important Person in your life, that you love them out loud.

You feel insanly fragil and bravest ever at the same time. You're at your most honest, because you're most unable to hide or cover up. There is no more fear of sharing your love activly. There is just feelings. So many feelings. Aaaaaall the feelings.

So no, there are no rules to deal with all of that.

16.4.2021 (Original)

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Donnerstag, 29. April 2021
Grabmal
Du bist inzwischen über 2 Jahre tot. Aus unterschiedlichen Gründen steht die Bestellung deines Grabsteins erst jetzt kurz vorm Abschluss. Mich jetzt damit auseinander zu setzen macht mich emotionaler als ich es erwartet habe. Es macht mich wütend. Es frustriert mich. Es macht mich depressiv. Ich weiß schon, warum ich das Thema ab einem gewissen Punkt abgegeben habe. Ich vertraue darauf, dass kein Unfug damit getrieben wird.
Und jetzt taucht das Thema wieder auf. Die Bezahlung organisiere ich. So war es vereinbart. Und doch will ich damit einfach nichts zu tun haben. Es bricht mir jedes Mal aufs Neue das Herz. In Frieden ruhen am Arsch.

Was spricht eigentlich dagegen sich im Wald verbuddeln zu lassen, mal davon abgesehen, dass das illegal ist??!

9.4.21

Foto: © Privat
(C) Privat

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Montag, 26. April 2021
Vorwärts...
"Vorwärts leben wir, rückwärts verstehen wir."
Soren Kierkegaard (Philosoph 1813-1855)


Bild: Simon Goetz | pixabay.de
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Wir verstehen aufgrund von Erfahrung, Erlerntem und Erlebten. Vieles funktioniert ohne Praktik nicht. Verstehen wollen ohne zu erleben ist ein Ergebnis ohne Substanz. Wenn wir hingegen unbefangen leben und lernen, begreifen wir viel leichter das Erlebte und können es speichern und darauf aufbauen.

Selbst Trauer will erlernt werden. Jeder Mensch ist anders. Jedem helfen andere Mechanismen und Methoden. Außerdem ist der Bezug zur verstorbenen Person jedes mal anders also trauern wir anders. Mal helfen dieselben Machanismen, manchmal nicht.

Sicher ist nur, dass wir die Trauer erst im Nachhinein wirklich fassen und begreifen können. Wie jede andere erlebte Erfahrung.

26.04.20

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