Donnerstag, 15. April 2021
Erinnerung: Sicherheitsgefühl
Ich erinnere mich an das Sicherheitsgefühl, dass ich auf den Schultern meines Vaters sitzend als Kind hatte. Ich war sechs oder fünf Jahre alt als wir in Orlando Florida im Diseny World Park unterwegs waren.

Ich erinnere mich an mich in einem pastel lachsfarbenen Set T-Shirt und Shorts. Ich hatte eine Cappy auf als Sonnenschutz und eine mini mini Umhängetasche. Mein Vater trug auch Freizeitkleidung T-Shirt und Shorts und er trug seine Panzerbrille mit diesem albernen Aufsatz, den man runterklappen konnte und so eine Sonnenbrille hatte (2 in 1). In den 80-90igern war das akzeptabel, aus heutiger Ästhetik schmunzele ich amüsiert bei dem Anblick immer.

Woran ich mich sehr gut erinnern kann, war die Euphorie von uns Kindern. Das erste Mal in den USA und wir waren in dem Sommer in so ziemlich allen auch im Ausland bekannten amerikanischen Parks an der Ostküste. Meine Brüder waren scharf auf jedes einzelne Fahrgeschäft. Und auch unsere zwei amerikanischen Cousins waren wild auf jede einzelne Fahrt.

Die Tage waren lang... Jedenfalls war es sicherlich nachmittags als meine Vater mich auf seinen Schultern trug um mich ruhig zu stellen. Ich war da oben sooo groß und hatte einfach die beste Sicht auf Alles in 2 Metern Höhe. Ich hab mich absolut geborgen gefühlt.

Das einzige womit man mich quengelfrei von seinen Schultern runter bekam war ein Micky Maus Vanille Eiscreme mit Schokoladenüberzug in der Umrissform der berühmten Maus. Ich war überglücklich an diesem Tag.

Heute frage ich mich, hat mein Vater sich je so geborgen gefühlt auf den Schultern meines Großvaters? Ob mein eher religiös skeptischer Großvater und mein religiös unentschlossener Vater sich im Himmel wiedergesehen haben oder es werden?

29.1.21 | 1

Bild: Kelly Sikkema | unsplash.com
https://unsplash.com/photos/beg4vkagLzs

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Dienstag, 16. März 2021
Silvester 2020
Mein Jahr 2020 habe ich mit Vertrauten und sehr viel Gelächter beendet.
Alte und neue Traditionen bewusst genossen: Raclette Käse in rauen Mengen, Super Mario Kart spielen, gute Gesellschaft, Anstoßen auf bescheidene Wünsche (u.a. Glückskeksspruch "Auf dem direkten Weg erreichst du dein Ziel schneller." 😂), ein bisschen Lärm machen und meine bessere Hälfte küssen.
Wir werden auch dieses Jahr versuchen das Beste aus den geschenkten Tagen rauszuholen.
In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Neustart! Happy 2021!

1.1.21

Bild: Brent Gorwin | unsplash.com
https://unsplash.com/photos/-c2EzoCStOw

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Montag, 8. März 2021
Heiligabend mit BTS und Co.
Seit mein Vater verstorben ist, ist der Asiatisch / Amerikanische Musikanteil bei Familienessen stark gestiegen. Mein Stiefvater legt gerne kitschige Musik auf. Zu Weihnachten noch mehr.
Um meine Mutter aufzuziehen legt er beim Dessert dann BTS* Weihnacht Musikvideos auf (*Bangtan Sonyeondan, eine südkoreanische Boygroup Band).

Und aus purer Laune und Präsenz diskutiert die ganze Familie die Stilmittel und Looks der Akteure in den Musikvideos. Außerdem rätselraten wir wer aus der Boygroup der favorisierte Sänger meiner Mutter sein mag. Ja, eine Frau in ihren sechzigern zelebriert K-Pop (Korean Pop) mit Sängern, die ab 30 zum alten Eisen gehören.

Die Videos sind kitschig, fröhlich, berechnend und unterhaltsam. Also warum nicht??! Es ist schon komisch was eine Familie zur Diskussion anregt.

Aber warum auch immer... Hallo K-Pop Phänomen! 😉 ✌️

24.12.20

Bild: Bulletproof7bts, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:BTS_performing_on_July_27,_2013_02.jpg

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Montag, 23. November 2020
Beyoncé - Finde deinen Weg zurück
Dieses Lied ist aus der 2019 Neuauflage des Animationsfilms "Der König der Löwen". In dem Film geht es um den Zyklus des Lebens v.a. um die Themen Familie, Herrschaft, Väter, Aufgaben, Söhne, Pflichten, Schicksal.

Aber etwas an dem Lied macht mich sehr nostalgisch völlig unabhängig von diesem Disney Film Klassiker.
Das Lied erinnert mich an gut gemeinte Ratschläge eines Vaters, an das Gefühl von Geborgenheit, an die Gewissheit, dass Eltern bei einem sind egal wann, wie oder wo, ob als Erinnerung im Herzen oder als Sterne im All.

😇 Miss you dad, A.

28.10.20

Aus dem Englischen übersetzer Liedtext:

Vers 1
Papa hat mich immer die Straße entlanggeführt
Papa nahm meine Hand und sagte "Folge mir"
Papa hat mich die ganze Zeit nach Hause geführt
Ich wurde groß genug, um herumzulaufen, Papa ließ mich draußen

Chorus
Er sagte: "Finde deinen Weg zurück
Große, große Welt, aber du hast es verstanden, Baby
Finde deinen Weg zurück, lass dich von diesem Leben nicht verrückt machen
Finde deinen Weg zurück, komm nach Hause bevor die Straßenlaternen an sind
Finde deinen Weg zurück"

Vers 2
Papa sagte mir immer: "Schau zu den Sternen hoch
Es ist lange her, aber denk daran, wer du bist
Kreislauf des Lebens, aber eines Tages könnte es sein, dass ich es nicht schaffe"

Refrain
Papa hat mir alle meine Bewegungen beigebracht
Lauf wild herum, musste meine Schuhe binden
Kleines Kind mit einem Lächeln wie du
Wildes, wildes Kind mit einem Lächeln wie deinem
Papa hat mir alle meine Tricks beigebracht
Lauf wild herum, musste meine Probleme lösen
Papa hat mir alle meine Gebete beigebracht
Auf einem Marathon musste ich mein Rennen laufen

aus: Beyoncé "Find Your Way Back", aus: "The Lion King: The Gift", 2019 (C) Parkwood Entertainment / Columbia Records / Sony Music
Übersetzung: Anna Mestisa

Find Your Way Back by Beyoncé - Lyrics (Original)

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Donnerstag, 5. November 2020
In meinen dunkelsten Momenten
In meinen dunkelsten Momenten
taucht ein Licht, ein Urvertrauen, ein Glaube an etwas größeres immer und immer wieder zum Vorschein.

So sehr es mich ärgert, dass ich im Alltag davon oft nichts oder nur wenig spüre.
So bin ich immer und immer wieder unendlich dankbar, wenn ich kurz vorm Hinschmeißen bin, auf einmal ein bisschen Fahrtwind wahrnehme.

Woher das kommt? Keine Ahnung.
🙏🙏🙏 Danke Gott⛅👼. Danke Universum🌌. Danke Karma☯. Danke Danke Danke Familie👨‍👩‍👧‍👦👨‍👩‍👦👨‍👩‍

16.10.20

Bild: Free-Photos | pixabay.com
https://pixabay.com/de/photos/blitz-blitzschlag-gewitter-wetter-801866/

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Montag, 26. Oktober 2020
Ein guter Tag ist mit einer fabelhaften Freundin...
...in bewölkter Hitze drei Stunden über Wiesen und Wälder spazieren;
...über Familie, Arbeit, verrückte Ideen, Werkstücke, bezahlbaren Slowenien Urlaub, Beziehungen, Selbstwertgefühl, Klatsch und Tratsch (also über alles Wesentliche) sprechen;
...durch den Regen lachend ins Trockene irren;
...zum Trocknen und Aufwärmen in einem Lokal verweilen;
...spontan bei Mama Unterkunft, Speis und Trank finden, anstelle eines Freibadbesuchs;
...auf dem Balkon, in Tankini und Handtuch weitere Stunden plaudernd verweilen;
...bei Sonnenuntergang zur Haltestelle begleitet und verabschiedet werden;
...in den letzten gemeinsamen Minuten des Tages feststellen, dass man seit 20 Jahren steter Teil des Lebens der anderen ist.

Ich liebe dich, S., meine alte Freundin.

13.09.2020

Foto: MabelAmber | pixabay.com
https://pixabay.com/de/photos/baum-silhouette-wald-feld-menschen-3781285/

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Montag, 13. Juli 2020
Ich tu es aus Liebe...
Ich tu es aus Liebe, sage ich schon lange nicht mehr, weil du und alle die uns kennen, dies bereits wissen.
Nicht durch das was ich sage, sondern durch das was ich tue, wie ich dieses gemeinsame Leben seit nun 10 Jahren lebe.

Liebe ist nach Jahren nicht mehr rosa, wolkig und naiv. Sie ist Herzblut rot, tief und ehrlich. Das heißt nicht, dass sich keine Verliebtheit immer wieder, mal mehr, mal weniger einschleicht und mich von den Socken haut.
Der Unterschied ist, aus der Hoffnung einen gemeinsamen Weg zu beschreiten wurde die Zuversicht bestimmte Ziele, Meilensteine und mehr zu erreichen, nachdem wir die ersten tatsächlich erreicht hatten. Man blickt zurück und fragt sich wie man es hierher geschafft hat. Die Jahrestage, die Erfolge, die Niederlagen, alle Hochs und Tiefs sind Teil dieses Wegs. Die persönliche Reife ist Teil dieses Wegs. Der absolute Wille es ernsthaft mit dir zu versuchen, der Wille der auch bei allen Fehlern, Veränderungen und Wachstumsschüben standhaft bleibt.
Ich bin noch immer meine eigene Person, aber mich macht unser gemeinsamer Rückhalt stärker, selbstbewusster, lebensfroher. Dafür schrenke ich meine Freiheiten billigend ein, passe mein Bedürfnisse dir an. Nicht weil du mich darum bittest, sondern weil ich dir diesen Respekt und diese Zuneigung schenken möchte. Jeden Tag möchte ich alle meine Stärken und Schwächen mit dir teilen. Jeden Tag entscheide ich mich für uns, egal ob ich an dem Tag dafür einstecken muss oder dafür etwas rausholen kann aus diesem Leben. Natürlich gibt es Tage an denen ich das Handtuch werfen will, aber dieser unbedingte Glaube an uns als Team gegen den Rest der Welt und diese bis ins Mark gehende Kraft zwischen uns hält uns zusammen.

Man entwickelt ein Art eigenes Magnetfeld oder Chi oder Teambewusstsein über die Jahre. Ich kann selbst im dunkelsten Moment nicht aufhören an uns zu glauben. Das mag manchmal naiv oder blind von Außen aussehen, aber es ist meine bewusste Entscheidung mit dir mein Leben zu teilen und etwas aufzubauen oder eben wenn es sein muss zusammen nieder zu reißen und aufzuräumen.
Ein Ring um sie zu knechten sagen sie... Ich sage ich brauche keinen Ring, auch wenn ich ihn will. Ich brauche und will nur meinen besten Freund, meinen Kompanen, meinen Leidensgenossen, mein Spielgefährten, meinen Liebhaber, meinen Schatz, mein Herz. Ich will dich so sehr, dass ich manchmal an einer Weggabelung freudig aufgeregt warte bis du es auch dahin geschafft hast. Du hast selbiges für mich bereits etliche Male getan. Lebenslange Liebe muss einsehen, dass falscher Stolz nicht die Antwort ist. Wer Großes erreichen will muss träumen können, aber auch dafür hier und jetzt verzichten für den größeren Preis in der Zukunft. Zeitgleich muss man aber in der Lage sein das hier und jetzt mit einander zu genießen. Ein Satz der mehrfach zwischen uns fiel und unser Kern als Paar immer wieder beschreibt ist dieser: "Mit niemandem sonst würde ich lieber in dieser Scheiße sitzen." Was natürlich auch schlussfolgert: "Mit niemandem sonst würde ich lieber an diesem realen Traumstrand sitzen als mit dir."

Ich bin einfach nur dankbar für jeden Tag, den du es mit mir aufnimmst. Ich lerne immer noch dazu v.a. von und mit dir.
Wir sind kein Wunder. Bestimmt nicht, dafür sind wir zu sehr Mensch, fehlerbehaftet...
Wir sind lediglich ein wahnsinniger wahr gewordener Traum, zweier Menschen, armtief in Arbeit, auf dem Weg, zum nächsten Traum...

Auf zum nächsten Meilenstein!

26.6.20

Bild: Becca Tapert | unsplash.com
https://unsplash.com/photos/F0ZiHWliGGM

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Freitag, 12. Juni 2020
Last day with my dad
Der folgende Monolog aus der Sitcom "Modern Family" erinnerte mich aufgrund seiner Art und Weise (nicht des Inhalts wegen) bittersüß an meinen Vater.

"When I was growing up, he was the cool dad. He was hip. He knew all the dances from Grease. He knew all the expressions: bff best friend forever, tmi to much information, bj blue jeans. It makes me feel lucky.

We didn't do much that day, but it might have been one of the best days I had with my dad.

I just didn't know it will be the last."


Phil Dunphy

by Modern Family, season 11, episode 11 'Legacy' 20th Century Fox Television 2020

27.5.20

Bild: Luiza Braun | unsplash.com
https://unsplash.com/photos/TKb3UB-gAe8

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Dienstag, 9. Juni 2020
Das letzte Treffen mit meinen Vater
Das letzte Treffen mit meinen Vater war in F. und meiner geräumigen Wohnung. Mein Vater hatte es sich auf unserer Küchencoach bequem gemacht. Wir unterhielten uns über unseren letzten gemeinsamen Catering Job auf einem Fest mit meiner Mutter und meinem Stiefvater. Wie immer gab es Dinge, die schief gegangen sind, die man hätte besser machen können oder anders geplant hatte. Ein bisschen Dampf ablassen untereinander, ohne Wissen der Chefin war bezüglich der Caterings in gewissen Abständen völlig normal. Das bedeutete nicht, dass wir es nicht wieder täten, nur nächstes Mal besser, anders, mit mehr Schlaf im Voraus. Zumindest waren das immer und immer wieder die neuen Vorsätze.

Irgendwann hatte das Thema seinen Dampf verloren und wir kamen zu etwas anderem. Triviales von Politikgeschehen, Film und Fernsehen zu Ceran Kochfeld Technik es handelte sich wie immer um ein Potpourri von Fakten und Banalitäten. Kurz war die Rede von den Sorgen um seines Enkels berufliche Zukunft sowie dessen Traum vom Austauschjahr in Japan und seinen Chancen dafür bei mittelmäßigen Sprachfortschritten und dem Plan B der Finanzierung einer Reise nach Schulabschluss dorthin.

Mein Vater wirkte verkopft an dem Tag, aber nicht hoffnungslos. Als ob er sich schlichtweg Sorge wie es weiter geht. An sich war das keine neue Situation. Jedes Jahr nach diesem Fest war es genauso. Wenn trotz allen Mühen die Veranstaltung anders verlief als geplant.

Allerdings gab es von seiner Seite keine artikulierten Sorgen bezüglich mir oder meiner Brüder.
Mein Vater hat meinen Lebensstil und meine Standards nie in Frage gestellt, weil er die Vernunft in den Entscheidungen zu dieser Haltung erkannt hat: Kleine Wohnung in der Großstadt, einfacher Bürojob, ein wenig Reisen. Ich habe nie nach den Sternen gegriffen, aber ich stehe mit beiden Beinen auf eigenen Füßen. Ich weiß wie man wieder aufsteht, wenn man hinfällt.
Ein Stück weit hat es sich wie Respekt angefühlt, dass mein Vater mich so akzeptiert hat wie ich bin. Wie mein Partner und ich sind und leben.

Auch als er ging hatte ich ein gutes warmes Gefühl. Er schien erleichterter zu gehen als er gekommen war. Wenn auch noch immer voller Sorgen und Ideen wie es weitergeht.

Ich habe keine Sekunde an diesem Tag daran gedacht, dass es unser letztes Treffen sein könnte. Aber das war es. Es war unser letztes Gespräch inklusive seinem Angebot uns beim Austausch des Ceran Kochfelds Hilfestellung zu leisten.
15 Monate nach diesem Gespräch ist dieses Ceran Kochfeldplatte immer noch zersprungen und nicht ausgetauscht mit einer Neuen.

Manche Pläne verändern einfach so ihren Zeitplan, für immer.

27.5.20

Bild: Bru-nO | pixabay.com
https://pixabay.com/de/photos/sofa-sitzgelegenheit-couch-ausruhen-2777510/

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Freitag, 22. Mai 2020
"Negative Space" | 2018 Oscar nominiert als Bester animierter Kurzfilm

Ein Kurzfilm in Stop-Motion Animation von Ru Kuwahata und Max Porter, 2017 Tiny Inventions, Frankreich


„Negativer Raum“ Gedicht von Ron Koertge

Mein Vater hat mir das Packen beigebracht: Alles rauslegen. Die Hälfte genügt. Rollen, was du rollen kannst. Sachen, die knittern, auf Sachen aus Baumwolle legen. Dann bei den Hosen: Bund auf Saum. Die Strümpfe kommen in die Ecken und Lücken. Die Gürtel wie Schlangen um den Rand legen. Obendrauf kommt Plastik. Dann, die Schuhe. Die Schweren Sachen ziehst du an.

Wir fingen damit an, als ich noch klein war. Ich rollte die Strümpfe zusammen. Dann setzte er mich in den Koffer. Die meisten kommen ihren Vätern näher, wenn sie zusammen ein paar Körbe werfen oder über Autos reden. Wir packten zusammen Koffer.

Mit zwölf durfte ich für meinen Vater packen, wenn mein Vater beschäftigt war. Meine Mutter hatte kein Händchen dafür. Er ging auf Dienstreise, öffnete den Koffer und schrieb mir jedes Mal eine Nachricht: „Perfekt.“. Dieses eine Wort von ihm bedeutete mir viel.

Die Beerdigung war schrecklich. Mein Vater lag in diesem großen Kasten. Und ich dachte… So viel vergeudeter Platz

Quelle: Deutscher Untertitel bzw. Transkript aus dem YouTubeVideo


Mich persönlich berührt die Beschreibung der Vater Kind Beziehung in diesem Kurzfilm sehr. Manche Beziehungen sind innig, auch ohne besonderes gemeinsames Hobby. Nicht jede Elternliebe sieht gleich aus und das ist auch gut so.

17.5.2020


„Negative Space” Poem (Original) by Ron Koertge

My dad taught me to pack: lay out everything. Put back half. Roll things that roll. Wrinkle-prone things on top of cotton things. Then pants, waist-to-hem. Nooks and crannies for socks. Belts around the sides like snakes. Plastic over that. Add shoes. Wear heavy stuff on the plane. We started Chevrolets. We did it over luggage.

When I was little. I’d roll up socks. Then he’d pretend to put me in the suitcase, and we’d laugh. Some guys bond with their dads shooting hoops or talking about cars.

By the time I was twelve, if he was busy, I’d pack for him. Mom tried but didn’t have the knack. He’d get somewhere for work, open his suitcase and text me—”Perfect.” That one word from him meant a lot.

The funeral was terrible—him laid out in that big carton and me crying and thinking, Look at all that wasted space.

aus: Ron Koertge, Sex World. © Red Hen Press, 2014 Pasadena


FILMREZENSION (Deutsch)
film-rezensionen.de - Popcorn & Independant

MAKING OF (Englisch)
Arte France - Caïmans Production

INTERVIEW (Englisch)
Ru Kuwahata and Max Porter (directors) Interview with Ron Koertge (author) Part 1 / Part 2 / Part 3

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